Der Dutching-Rechner verteilt Ihren Gesamteinsatz auf mehrere sich gegenseitig ausschließende Ausgänge, sodass die Auszahlung gleich hoch ist, wenn einer der ausgewählten Ausgänge eintritt. Geben Sie Gesamteinsatz und Dezimalquoten ein: Der Rechner zeigt die Einsatzverteilung, die Summe der impliziten Wahrscheinlichkeiten und den Nettogewinn oder Verlust bei einem Treffer. Tritt ein nicht abgedeckter Ausgang ein, verlieren Sie den gesamten eingesetzten Betrag.

 Einheiten

Was ist Dutching?

Beim Dutching wird ein Gesamteinsatz auf mehrere Ausgänge eines Ereignisses verteilt. Ziel ist eine gleich hohe Auszahlung und damit derselbe Nettogewinn oder Verlust, wenn einer dieser Ausgänge gewinnt. Der Name wird häufig mit dem Spitznamen des US-amerikanischen Gangsters Dutch Schultz in Verbindung gebracht.

Anders als bei einer Einzelwette decken Sie mehrere Ausgänge gleichzeitig ab. Gegenüber einer Wette auf nur einen dieser Ausgänge steigt die Chance auf einen Treffer; bei gleichem Gesamteinsatz fällt die Auszahlung dafür niedriger aus. Ein positiver Nettogewinn bei einem Treffer ist möglich, wenn die Summe der impliziten Wahrscheinlichkeiten der ausgewählten Ausgänge unter 100% liegt. Bei genau 100% erhalten Sie den Gesamteinsatz zurück, darüber entsteht auch bei einem Treffer ein Verlust. Das sagt noch nichts über die langfristige Rentabilität aus.

Dutching bei Sportwetten: Einsätze auf mehrere Ausgänge verteilen

Ein Rechenbeispiel aus der russischen Premier Liga (RPL): ZSKA Moskau gegen Dynamo Moskau. Sie rechnen damit, dass ZSKA nicht verliert, sind sich aber bei einem Sieg unsicher. Sie decken deshalb zwei Ausgänge ab: Heimsieg 1 zur Quote 2,10 und Unentschieden X zur Quote 3,40. Der Gesamteinsatz beträgt 3.000 Geldeinheiten (GE).

Mit der Dutching-Formel ergeben sich Einsätze von ungefähr 1.854,55 GE auf den Heimsieg und 1.145,45 GE auf das Unentschieden. Ohne Rundung beträgt die Auszahlung bei beiden ausgewählten Ausgängen rund 3.894,55 GE, der Nettogewinn also rund 894,55 GE. Kleine Rundungsabweichungen sind möglich. Gewinnt Dynamo, verlieren beide Wetten: Der Verlust beträgt dann 3.000 GE. Der Rechner gleicht die Auszahlungen der ausgewählten Ausgänge automatisch an.

Formel für die Einsatzverteilung beim Dutching:

Einsatz(i) = Gesamteinsatz / (K(i) × Σ(1/K(j)))

Dabei ist K(i) die Dezimalquote des i-ten Ausgangs. Σ(1/K(j)) ist die Summe der Kehrwerte aller ausgewählten Quoten.

Nettogewinn oder Verlust, wenn einer der ausgewählten Ausgänge gewinnt:

Nettogewinn = Gesamteinsatz / Σ(1/K(j)) − Gesamteinsatz

Rechenbeispiel für Dutching

Zenit Sankt Petersburg gegen FK Krasnodar: Sie erwarten kein Unentschieden und möchten 5.000 GE auf zwei Ausgänge verteilen. Für dieses Beispiel gelten folgende Quoten:

  • Sieg von Zenit (1): Quote 1,95
  • Sieg von Krasnodar (2): Quote 4,20

Summe der Kehrwerte der Quoten:

Q = 1/1,95 + 1/4,20 = 0,75091575… ≈ 75,09%

Einsatz auf den Heimsieg 1:

5.000 / (1,95 × Q) ≈ 3.414,63 GE

Einsatz auf den Auswärtssieg 2:

5.000 / (4,20 × Q) ≈ 1.585,37 GE

Auszahlung, wenn einer der beiden ausgewählten Ausgänge gewinnt:

5.000 / Q ≈ 6.658,54 GE (Nettogewinn ≈ 1.658,54 GE)

Bei einem Sieg von Zenit: 3.414,63 × 1,95 ≈ 6.658,53 GE. Bei einem Sieg von Krasnodar: 1.585,37 × 4,20 ≈ 6.658,55 GE. Der Nettogewinn ist bis auf Rundungsabweichungen gleich hoch: ungefähr 1.658,54 GE. Bei einem Unentschieden verlieren Sie dagegen den gesamten Einsatz von 5.000 GE. Der Rechner zeigt Beträge auf ganze Geldeinheiten gerundet an; wenn Sie diese gerundeten Einsätze setzen, können die Auszahlungen etwas stärker voneinander abweichen.

Wann wird Dutching eingesetzt?

Dutching kommt in verschiedenen Situationen zum Einsatz:

  • Pferderennen und andere Rennen. Zwei bis drei Favoriten in einem Feld von acht bis fünfzehn Teilnehmern abzudecken, ist ein klassisches Anwendungsbeispiel.
  • Fußball: beide Teams abdecken. Wetten auf 1 und 2, wenn Sie ein Unentschieden für unwahrscheinlich halten. Auch in Pokalspielen mit Verlängerung kann der reguläre 1X2-Markt mit einem Unentschieden enden. Ein Markt wie „Wer kommt weiter?“ wird anders abgerechnet.
  • Arbitrage. Wenn sich alle möglichen Ausgänge mit Quoten abdecken lassen, deren Kehrwerte zusammen weniger als 1 ergeben, ist rechnerisch ein Gewinn bei jedem Ergebnis möglich. Die Buchmachermarge erschwert solche Kombinationen.
  • Absicherung (Hedging). Nach einer bereits platzierten Wette kann eine zusätzliche Wette auf einen anderen Ausgang das Risiko verringern oder, sofern die Quoten es erlauben, einen Gewinn absichern.

Dutching bei Pferderennen und Fußball

Dutching ist vor allem aus dem Pferderennsport bekannt. In einem Feld mit acht bis fünfzehn Pferden können Sie beispielsweise zwei bis drei Favoriten auswählen. Liegen die Quoten von drei ausgewählten Pferden zwischen 3,00 und 6,00, kann die Summe ihrer impliziten Wahrscheinlichkeiten zwischen 50% und 100% liegen; 60–80% sind mögliche Werte, aber keine feste Regel. Bei einer Summe unter 100% entsteht ein Nettogewinn, wenn eines dieser Pferde gewinnt. Gewinnt ein anderes Pferd, geht der gesamte Einsatz verloren.

Im Fußball können Sie im 1X2-Markt zwei von drei Ausgängen abdecken. Bei Pokalspielen beseitigen Verlängerung und Elfmeterschießen das Unentschieden im regulären 1X2-Markt nicht: Maßgeblich sind üblicherweise 90 Minuten plus Nachspielzeit. Ein Zweiwege-Markt wie „Wer kommt weiter?“ kann beide Teams ohne Unentschieden als Auswahl anbieten, hat aber eigene Quoten und Abrechnungsregeln. Für den Vergleich der Buchmachermarge eines vollständigen Marktes verwenden Sie den Margenrechner; die Summe für nur zwei von drei Ausgängen ist keine vollständige Markt-Marge.

Wie beeinflusst die Buchmachermarge das Dutching?

Die Summe der impliziten Wahrscheinlichkeiten der ausgewählten Ausgänge bestimmt, ob bei einem Treffer ein Nettogewinn entsteht:

  • Summe < 100%: positiver Nettogewinn, wenn einer der ausgewählten Ausgänge gewinnt.
  • Summe = 100%: Auszahlung in Höhe des Gesamteinsatzes, also kein Nettogewinn bei einem Treffer.
  • Summe > 100%: Auch bei einem Treffer erhalten Sie weniger zurück als den Gesamteinsatz.

Die Buchmachermarge führt bei einem vollständigen Markt mit positiver Marge zu einer Summe über 100%. Decken Sie in einem solchen Markt bei einem Anbieter alle Ausgänge ab, entsteht auch beim Gewinner ein Nettoverlust. Eine Summe unter 100% kann sich ergeben, wenn Sie nur einen Teil der Ausgänge auswählen oder Quoten verschiedener Buchmacher kombinieren. Bei unvollständiger Abdeckung bleibt das Risiko eines Totalverlusts des Einsatzes bestehen; die Summe allein beweist keinen positiven Erwartungswert.

Dutching und Arbitragewetten

Dutching und Arbitragewetten (Surebets) sind eng verwandt. Entscheidend ist, welche Ausgänge abgedeckt sind und welche Quoten Sie erhalten:

  • Dutching bezeichnet die Einsatzverteilung für gleich hohe Auszahlungen bei ausgewählten Ausgängen. Sie können bei einem oder mehreren Buchmachern wetten. Werden nicht alle Ausgänge abgedeckt, bleibt ein Verlustrisiko.
  • Arbitrage deckt alle möglichen Ausgänge ab, meist mit Quoten verschiedener Buchmacher. Liegt die Summe der Kehrwerte unter 1, ergibt sich unter gleichen Abrechnungsbedingungen rechnerisch ein Gewinn bei jedem Ergebnis. In der Praxis können Quotenänderungen, Einsatzlimits, nicht angenommene Wetten, Gebühren oder unterschiedliche Abrechnungsregeln diesen Gewinn verhindern. Anbieter können außerdem Einsätze begrenzen oder Konten einschränken.

Der Rechner eignet sich für beide Szenarien. Bei einer vollständigen Abdeckung aller sich gegenseitig ausschließenden Ausgänge kann er eine Arbitragekombination berechnen; bei einer Teilmenge zeigt er nur die Auszahlung und den Nettogewinn oder Verlust im Fall eines Treffers. Gebühren und unterschiedliche Abrechnungsregeln berücksichtigt er nicht.

Dutching, Arbitrage oder Hedging: Was passt zu welcher Situation?

Alle drei Ansätze nutzen mehrere Wetten, unterscheiden sich aber in ihrem Zweck. Beim Dutching verteilen Sie einen Gesamteinsatz auf ausgewählte Ausgänge, häufig vor Beginn des Ereignisses. Bei Arbitragewetten decken Sie alle möglichen Ausgänge zu passenden Quoten ab, möglichst zeitgleich. Beim Hedging sichern Sie eine bereits bestehende Wette durch eine zusätzliche Wette auf einen anderen Ausgang ab, etwa nach einer Änderung der Quoten oder der Spielsituation.

Dutching kommt infrage, wenn Sie zwei bis drei Ausgänge abdecken und die Auszahlung bei einem Treffer angleichen möchten. Arbitrage zielt auf einen rechnerischen Gewinn unabhängig vom Ergebnis, erfordert aber eine vollständig platzierte und nach denselben Regeln abgerechnete Kombination; Einschränkungen durch Buchmacher bleiben möglich. Hedging bietet sich an, wenn Sie bereits gewettet haben und nun das Risiko oder den möglichen Ertrag dieser Position verändern möchten.

Auch über 200 oder mehr Wetten hängt die Rentabilität davon ab, wie gut Sie die tatsächlichen Chancen einschätzen. Für einen positiven Erwartungswert ohne Gebühren muss die tatsächliche Gesamtwahrscheinlichkeit der ausgewählten Ausgänge höher sein als die Summe ihrer impliziten Wahrscheinlichkeiten. Ein vermuteter Vorteil (Edge) ist noch kein nachgewiesener Vorteil. Mehr abgedeckte Ausgänge können die Ergebnisschwankungen gegenüber einer Einzelwette verringern; eine grundsätzlich niedrigere Varianz folgt daraus aber nicht. Die Trefferquote hängt davon ab, welche Ausgänge ausgeschlossen werden. Gewinnt etwa ein nicht abgedeckter Außenseiter, verlieren Sie den gesamten Einsatz dieser Kombination, nicht automatisch die gesamte Bankroll. Hohe Einsätze und wiederholte Verluste können die Bankroll dennoch stark belasten.

Weitere Rechner

  • Margenrechner: Berechnet die in den Quoten enthaltene Buchmachermarge.
  • Martingale-Rechner: Berechnet die Einsätze bei einer Verdopplungsstrategie.
  • Systemwetten-Rechner: Zeigt die Kombinationen einer Systemwette.
  • Kombiwetten-Rechner: Berechnet die Gesamtquote und die mögliche Auszahlung.
  • Value-Bet-Rechner: Prüft anhand Ihrer Wahrscheinlichkeitsschätzung, ob eine Quote einen rechnerischen Vorteil bietet.
  • Quoten-Konverter: Rechnet Wettquoten zwischen verschiedenen Formaten um.
Häufige Fragen zum Dutching-Rechner
🙋 Was bedeutet Dutching bei Sportwetten?
💁 Beim Dutching wird ein Gesamteinsatz auf mehrere sich gegenseitig ausschließende Ausgänge verteilt, sodass die Auszahlung gleich hoch ist, wenn einer der ausgewählten Ausgänge gewinnt. Damit decken Sie mehr Möglichkeiten ab als mit einer Einzelwette auf nur einen dieser Ausgänge. Tritt ein nicht abgedeckter Ausgang ein, verlieren Sie den gesamten eingesetzten Betrag.
🙋 Wann ist Dutching profitabel?
💁 Ist die Summe der impliziten Wahrscheinlichkeiten, also die Summe von 1/K für alle ausgewählten Dezimalquoten, kleiner als 1, entsteht bei einem Treffer ein Nettogewinn. Bei genau 1 erhalten Sie den Gesamteinsatz zurück; über 1 entsteht auch beim Treffer ein Nettoverlust. Der Rechner zeigt dieses bedingte Ergebnis. Sind Ausgänge nicht abgedeckt, beweist eine Summe unter 1 allein keine langfristige Rentabilität: Dafür muss die tatsächliche Gesamtwahrscheinlichkeit der ausgewählten Ausgänge höher als diese Summe sein. Gebühren sind dabei noch nicht berücksichtigt.
🙋 Was unterscheidet Dutching von Arbitrage?
💁 Dutching bezeichnet die Einsatzverteilung auf mehrere Ausgänge für eine gleich hohe Auszahlung bei einem Treffer und ist bei einem oder mehreren Anbietern möglich. Bleiben Ausgänge offen, besteht ein Verlustrisiko. Arbitrage deckt alle möglichen Ausgänge ab, meist bei verschiedenen Buchmachern. Bei einer Summe der Kehrwerte unter 1 ist ein Gewinn für jedes Ergebnis rechnerisch möglich, sofern alle Wetten wie geplant angenommen und nach denselben Regeln abgerechnet werden. Quotenänderungen, Limits und Gebühren können das Ergebnis verändern.
🙋 Wie viele Ausgänge lassen sich mit Dutching abdecken?
💁 Das Prinzip ist nicht auf eine feste Anzahl begrenzt. Häufig werden zwei bis vier sich gegenseitig ausschließende Ausgänge ausgewählt. Wenn Sie bei gleichen Quoten und gleichem Gesamteinsatz weitere Ausgänge hinzufügen, steigt die Summe der impliziten Wahrscheinlichkeiten; die Auszahlung und der Nettogewinn bei einem Treffer sinken. Dieser Rechner unterstützt zwei bis acht Ausgänge.
🙋 Wie behandeln Buchmacher Dutching?
💁 Mehrere Einzelwetten auf verschiedene Ausgänge eines Marktes sind bei vielen Anbietern möglich. Eine pauschale Garantie, dass Dutching immer zulässig ist oder nie zu Einschränkungen führt, lässt sich daraus nicht ableiten: Entscheidend sind die Regeln und Bedingungen des jeweiligen Anbieters. Bei Arbitragewetten können Buchmacher Einsätze oder Konten einschränken; auch bei anderen Wettmustern sind Limits möglich.
🙋 Kann man Dutching auf Kombiwetten anwenden?
💁 Dieser Rechner verteilt Einsätze auf Ausgänge eines einzelnen Ereignisses. Das Prinzip lässt sich auch auf mehrere separate Kombiwetten mit sich gegenseitig ausschließenden Kombinationen übertragen; dabei müssen Sie die jeweiligen Gesamtquoten und mögliche Abhängigkeiten berücksichtigen. Sich gegenseitig ausschließende Ausgänge desselben Ereignisses lassen sich normalerweise nicht zusammen in einer einzigen Kombiwette setzen. Für die Gesamtquote und mögliche Auszahlung einer Kombiwette verwenden Sie den Kombiwetten-Rechner.